Die Highland Games – schottisches Kräftemessen am Haunsberg

Mit zwei Milchkannen in der Hand eine Runde von ein paar Metern laufen – die Aufgabe an sich klingt nicht so schwierig. In den Milchkannen ist Wasser und das Wasser schwappt, so werden auch die paar Meter eine Herausforderung. Diesen und noch mehr Prüfungen stellten sich die Clans bei den Obertrumer Highland Games.

Der Tag startete mit schottischen 14 Grad und erwärmte sich auf spätsommerliches Wetter, was die heimischen Gäste zum Seppngut strömen ließ. Nachdem die Games schon einmal wegen Regen verschoben werden mussten, hatten die „Highlander“ diesmal Glück.
Bei den „Highland Games“ messen sich verschiedene Clans in unterschiedlichen Disziplinen. Keine, die man aus dem Alltag kennt oder die man täglich trainieren würde. Baumstammwerfen, Fässer in die Luft schmeissen oder Seilziehen sind Disziplinen, die einem nicht so schnell unterkommen. Aber immer öfter, denn die „Schotten vom Haunsberg“ sind umtriebig. Schon zum dritten Mal gab es die Highland Games heuer und sie waren auch diesmal wieder ein Erfolg.
Von nah und fern kamen die Clans und legten sich bei den ihnen gestellten Aufgaben ins Zeug. Als Belohnung gab es übrigens ganz regionale Preise – Geschenkkörbe mit Produkten vom Haunsberg.
Die Spiele waren spannend, punktenmässig lagen die Clans ziemlich nah aneinander. Als Sieger setzten sich schließlich die „United Highlander“ durch, ein Mixclan von den „Wiesenwichtel“ aus Tirol und den Mc Spedl aus Oberösterreich.

Handwerk und auch was fürs Mundwerk
Neben der großen Spielwiese für die spannenden Bewerbe gab es natürlich auch verschiedene Köstlichkeiten zur Stärkung der Athleten und ihrer Anhänger. Frischer Leberkäse kam vom Trumer Schmankerlhof und von der Metzgerei Brandstätter, Burger brachte ein echter Schotte und für die Süßen gab es Crepes. Wertvolle Geschenke und Dekoartikel von Hand gemacht brachte Monika Kaiser aus Seeham mit. Außerdem gab es Gedrechseltes zu bewundern und auch zu kaufen.
Für die Kinder gab es eigene Games und den ganzen Tag lang ein umfangreiches Kinderprogramm.
Die Highland Games auf dem Haunsberg waren auch in diesem Jahr ein toller Programmpunkt im Spätsommer. Wer mehr über den Royal Highland Club aus Obertrum wissen möchte, klicke hier.

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Sternwanderung auf den Haunsberg am 26. Oktober

Schon traditionell ist die Sternwanderung auf den Haunsberg, wo von den Gemeinden aus gestartet wird. Gemeinsam mit ihren Gemeindebürgern wandern die fünf Bürgermeister von Anthering, Berndorf, Obertrum, Nußdorf und Seeham hinauf zur ehemaligen Kaiserbuche.

Dort gibt es einen kurzen Wortgottesdienst mit gesanglicher Begleitung und im Anschluss eine Ausstellung der Haunsberger. Bei diesem kleinen, feinen Markt stellen die Bewohner der fünf Gemeinden ihre Produkte und ihre Talente vor.

Hier findet man Kräuterhexen, Schneider, Bücherautorinnen, Künstler, Reitpädagogen, Baumstammwerfer, Schnapsbrenner und viele mehr. Ein buntes Potpourri und ein toller Überblick über das, was der Haunsberg zu bieten hat. Zum Schnuppern und Einkaufen und vor allem, um die Haunsberger besser kennenzulernen.

Oben im Gasthaus zur Kaiserbuche gibt es ein Mittagessen aus regionalen Zutaten, hier kann man die Produkte von den Haunsbergbauern kosten.
Die Sternwanderung auf den Haunsberg ist ein Netzwerktreffen in wunderschöner Umgebung mit Ausblick – auf die Region und auch auf die gemeinsame Zukunft.

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Grüne Lügen und gutes Essen

Den über Nachhaltigkeit aufklärenden Film „Green Lies“ spielte das Trumer Sommerkino heuer auf dem Brauereigelände. Für absolut ehrliche Verpflegung sorgten die Bauern vom Haunsberg mit ihren Schmankerln.

Das Trumer Sommerkino ist eine Erfolgsgeschichte – schon seit ein paar Jahren gibt es hier tolle Kinofilme unter freiem Himmel und dazu schmackhafte Lebensmittel von verschiedenen Anbietern. Im Vorjahr gab es zum ersten Mal einen Kinoabend, an dem die Haunsbergbauern ihre Produkte anboten.
Weil dies so gut ankam, wurde die Kooperation heuer fortgesetzt und erweitert.
Bosna gab es vom Trumer Schmankerlhof, der „Kaltenaigner“ lieferte Bio-Rindfleisch von den eigenen Tieren, vom Joglbauer kamen Kaspressknödel aus eigener Erzeugung und von eignen Rohstoffen, der Franzenbauer brachte seinen beliebten selbst gemachten Leberkäse und Würstel, verfeinert mit Wüdwux-Senf von Michaela Schwarzbraun. Das Brot kam von der Bäckerei Schmidhuber aus Anthering. Zur Nachspeise gab es Bauernkrapfen von den Obertrumer Bauern und köstliche Cremes und Mousse von Resy Strasser, Korndoblerhof.

Der Film „The Green Lie“ dreht sich um die „grünen Lügen“ verschiedener Konzerne. Darunter versteht man die positiven Geschichten, mit denen versucht wird, von den umweltschädlichen, nicht besonders nachhaltigen Geschäftspraktiken, abzulenken und sich reinzuwaschen. Ein interessanter Film, der sich auf Recherche um die Welt begab. Darin geht es um Palmöl, Elektroautos und mehr.

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Trumer Sommerkino mit den Haunsberg-Bauern

In lauen Sommernächten lockt seit einigen Jahren das Trumer Sommerkino mit tollen Filmen an die frische Abendluft. Zum zweiten Mal bieten die Haunsberg-Bauern dazu köstliche Schmankerl an. Am 26. Juli gibt es Schmankerl und einen Film zum Nachdenken.

„The Green Lie“ ist ein Film, der nachhaltige Lebensmittel sowie Produkte beleuchtet und so genannte „Ökolügen“ aufdeckt. Palmöl und Elektroautos sind die Darsteller dieser Dokumentation. „The Green Lie“ prangert nicht nur an, sondern begibt sich auch auf die Suche nach Problemlösungen.
An diesem Filmabend kommt die Verpflegung von den Haunsbergbauern. Die Köstlichkeiten kommen vm Joglbauer, Korndoblerhof, Kaltenaigner, vom Trumer Schmankerlhof und der Obertrumer Bauernschaft. Gebäck bringt die Bäckerei Schmidhuber aus Anthering, Senf und Sachen kommen von „Wüdwux“ aus Nußdorf.
Ochsengulasch, Kaspressknödel, Käsekrainer, Leberkäse, Bosna, Bauernkrapfen oder Topfencreme gibt es an diesem Abend zu kosten. Die Zutaten für die Speisen kommen von den Haunsbergbauern.
Ein toller Abend mit garantiert nachhaltiger Verpflegung für eine gute Zeit mit gutem Gewissen.

Baukultur am Haunsberg

„Baukultur ist Bauen, Wohnen, Leben, Infrastruktur – sie betrifft uns alle, jeder ist ein Teil von ihr.“ Architekt Andreas Knittel bei seinem Vortrag zum Thema „Baukultur am Haunsberg“.

Eine spannende Reise durch die Zeit, durch ästhetische Vorgaben und budgetäre Vorgaben präsentierte der Architekt Andreas Knittel im Rahmen der Vollversammlung von „Identität Haunsberg“. Mit dem, was den Haunsberg in Sachen Baukutlur bestimmt, setzte er sich auseinander.

Baukultur ist für ihn alles, was entsteht, wenn der Mensch seine Umwelt verändert. Dazu gehört die gesamte Gesellschaft – jene, die bauen und auch jene, die „nur“ die Straßen benützen.
Der Sandstein vom Haunsberg, der heimische Rohstoff Holz, das Landschaftsbild, praktische Komponenten eines Gebäudes, finanzielle Grenzen und vieles mehr flossen in seine Betrachtungen ein und zeichneten ein umfangreiches Bild über den Haunsberg und seine Baukultur.
Vom Giebeldach bis zum Fertighaus, vom Gartenzaun bis zum freien Blick auf die Berge spannte Knittel viele Bögen in Sachen Bauen am Haunsberg.
Die Grenzen des guten Geschmacks begegnen oft den finanziellen Grenzen der „Häuslbauer“, auch Baulandmodelle spielten eine Rolle in seinen Betrachtungen.
Am Haunsberg sieht man noch die klassischen Viertelhäuser, die mit den Bauernhöfen und ihren weichenden Kindern entstanden sind. Losgelöst vom Hof wohnt man hier ohne Landwirtschaft. Das klassische Haus am Haunsberg hat ein Erdgeschoss, ein Obergeschoss und ein Dachgeschoss.

Leerstehendes beleben
Für Knittel sind die leerstehenden Gebäude am Haunsberg und auch zum Teil in den fünf Ortszentren ein großes Problem, das man kreativ lösen sollte. Schöne Gebäude sollte man kultivieren und erhalten. Wenn man leerstehende Flächen saniert oder umbaut, kann man viel Wohnraum schaffen, ohne erneut Flächen zu verbauen. Knittel denkt in Richtung „Leerstandsagentur“, ähnlich wie dem Altstadterhaltungsfonds. Dieser fördert 95 % der Mehrkosten bei bestimmten Sanierungen.
Das Thema „Baukultur“ ist gerade im Haunsberg mit seinen fünf verschiedenen Gemeinden ein sehr spannendes. Wie die Gemeinden regulieren können, ohne den persönlichen Geschmack und das private Budget zu beeinflussen ist eine Gratwanderung, die nicht immer gelingt.

Baukultur am Haunsberg

Gibt es eine? Braucht man eine? Und wenn ja: welche?

 

Heimische Materialien wie Holz oder Sandstein, Giebeldächer und Schlackeputz kennzeichnen die Gegend rund um den Haunsberg. Formen und Anordnungen der Höfe und Häuser folgten historisch bedingt verschiedenen Mustern. Das hatte Praktikabilität im Arbeits- und Wohnalltag zum Auslöser oder auch ästhetische Gründe. Wie viel ist davon noch übrig und was ist heute ästhetisch? Was braucht unsere Landschaft, was passt in unser Landschaftsbild und welche Rolle spielt der persönliche Geschmack?

„Lassen sich bei der Bewältigung der aktuellen Bauaufgaben Verfügbarkeit von möglichen Standorten, wirtschaftliche Zwänge bei Formgebung und Materialauswahl, individuelle Freiheit bei der Gestaltung und regionale Tradition unter den einen redensartigen Hut bringen?“

~ Andreas Knittel im Rahmen seiner Beobachtungen der regionalen Baukultur.

 

Auch in der Baukultur gibt es Traditionen, zu schützenswertes Kulturgut sind und/oder unsere Gesellschaft nachhaltig positiv beeinflussen. Die Diskussion darüber ist nicht leicht, Geschmäcker sind verschieden, genau wie der Platzbedarf des einzelnen und die Raumplanung der Gesellschaft.

Sei dabei! Vortrag mit Architekt DI Andreas Knittel!

Zum Haunsberg gehört auch das Landschaftsbild und mit ihm der Aspekt der Baukultur in unsere lebenswerten und geologisch einzigartigen Heimat. Architekt Andreas Knittel präsentiert am 20. Juni im Rahmen der Vollversammlung des Vereins im Altwirt in Nußdorf seine Gedanken dazu. Beginn 19.30.

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